10 Tipps bei eisiger Kälte

10 Tipps bei eisiger Kälte

27. Februar 2018 Aus Von nicoleinez

Wie man gerade in den Zeitungen und diversen Online-Plattformen lesen kann, wird Europa derzeit von einer Kältewelle heimgesucht. Den gleichen Informationsgehalt würde ein Schritt vor die Tür ebenfalls bieten. Doch wer macht das heutzutage noch, vor die Tür gehen, wenn doch das iPhone ohnehin sagt, welches Wetter gerade herrscht. Dies jedoch nur nebenbei erwähnt. Zurück zum Thema. Ich kann nur für Österreich reden. Hier hat es seit drei Tagen (gefühlt seit 30) Minusgrade im zweistelligen Bereich. Morgen (Mittwoch) soll die Temperatur sogar auf minus 20 Grad Celsius sinken. Die Frage ist, wie man diese Kaltfront am besten überstehen kann. Ich bin mir sicher, dass diverse Frauenmagazine bestimmt schon gute Tipps dafür oder dagegen parat haben. Also muss ich nachziehen.

Außerdem höre ich fast täglich diesen Satz: „Du als Psychologin müsstest ja wissen….“. Deshalb wird man mir früher oder später sicherlich auch folgende Frage stellen: „Was kann man denn tun, wenn es so kalt ist?“. Ich bin es nach bald 28 Jahren Studium leid, zu erklären, dass ich weder allwissend, noch Jesus bin und man nicht alles mit Psychologie beantworten kann. Also reagiere ich mit Ironie und Sarkasmus. Ich frage auch nicht jeden Arzt, den ich kenne, ob es schädlich ist, meine Pakemed Pulver täglich mit Gin zu mischen.

Mit diesen 10 Tipps überstehst also auch du diese arktischen Temperaturen. Wäre doch gelacht, wenn man sich von diesen läppischen 20 Grad minus unterkriegen lassen würde. Oder?

1. Kündige deinen Job und wandere morgen aus.

Nichts geht einfach und rascher, als von heute auf morgen seinen Job zu kündigen und in ein fernes, warmes Land auszuwandern. Sage deinem Chef einfach, dass du keine Lust mehr hast und dir Temperaturen im zweistelligen Minusbereich einfach too much sind und du dich wieder melden wirst, wenn dir das Wetter mehr zusagt. Ehrlichkeit und Spontanität kommen immer gut, vor allem beim Vorgesetzten. Sei mutig und wage Veränderung. Es ist überhaupt nicht verrückt oder unmöglich, spontan seinen Lebensmittlelpunkt aufzugeben. Eventuell kannst du es sogar im Lebenslauf angeben.

2. Mache ein Lagerfeuer in der Wohnung (wahlweise im Haus).

Mir ist aufgefallen, dass die Temperatur in der Wohnung trotz voll aufgedrehter Heizung relativ frisch ist. Ich bin mir sicher, dass ich mit diesem Problem nicht allein dastehe. Ist es da nicht naheliegend, sich selbst zu helfen? Natürlich ist es das. Der Vermieter freut sich sicher, wenn man in seinem Besitz ein wenig für Stimmung und Wärme sorgt. Vielleicht ladest du ja ihn und Freunde ein, wenn du mitten im Wohnzimmer ein Lagerfeuer machst. (Tipp am Rande: Gib vorher den Teppich zur Seite, der brennt so schnell). Um die Flammen gleich voll zu nutzen, könntest du auch Grillkohle und Grillgut verwenden. Als Nachspeise empfehle ich Schokobananen oder Marshmallows. Guten Appetit!

3. Ziehe alle Kleidung an, die du besitzt.

Hier ist es von Vorteil, wenn du möglichst viel anzuziehen hast. Damit ist in diesem Unterpunkt Kleidung gemeint. Ziehe dich nach dem Zwiebel-Prinzip an. Ein Beispiel wäre: Stringtanga, Unterhose, Boxershort von deinem Partner, Strumpfhose, Thermoleggins, Jogginghose, Jeanshose, Rock, Skihose. Obenrum: BH, BH, BH, Top, Shirt, Shirt, Shirt (dieser Vorgang kann unendlich oft wiederholt werden), Pullover x5, Weste, Frühlingsjacke, Sommerjacke, Herbstjacke und Wintermantel. Die oberste Schicht bei dieser Art sich zu kleiden, wäre dann Schalsammlung, Haubensammlung und Topflappen über den Handschuhen. (Solltest du diese wirklich ernst gemeinte Anleitung umsetzen, schicke mir doch bitte ein Bild davon).

4. Fahre mit dem Auto in das Gebäude deiner Arbeit.

Du wärst nicht der erste und bist wahrscheinlich auch nicht der letzte Mensch, der mit seinem Auto die Grenzen von Hauswänden ignoriert und einfach solange weiterfährt, bist es wirklich nicht mehr geht. Hierbei musst du eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Der Schaden den du anrichtest, könnte eventuell nicht in Relation zum Nutzen der Aktion stehen. Optional sind Tiefgaragen-Parkplätze.

5. Gehe nicht aus dem Bett.

Wahrscheinlich ist dieser Ratschlag, der König der Ratschläge in diesem Zusammenhang. Wenn du diesen Tipp befolgst, ersparst du dir nämlich nicht nur die Kälte, sondern auch alle anderen Tipps. Vorteile: Im Bett warten meistens Netflix und Co auf dich. Nachteil: Du musst aufstehen, um zu essen oder zu trinken. Es sei denn, du hast jemanden, der dir alles ans Bett bringt.

6. Hänge dir 10 Katzen oder 2 mittelgroße Hunde um.

Ich habe nicht genau nachgerechnet, aber meinen Mitbewohner gefragt, er hat auch gemeint, dass 2 Hunde in etwa 10 Katzen gleichkommen. Wer nicht versteht, dass ich lebende Tiere meine und es ein Scherz ist (alle anderen Punkte natürlich nicht), der tut mir leid. (mir tut es nicht leid.) Katzen krallen sich ja gut und gerne fest, sie dürften sich also besser eignen als Hunde. Hunde müsste man eher mit sich tragen.

7. Zünde dich selbst an.

Ja, dieser Punkt ist übertrieben. Aber selbsterklärend. Hier ist Eigeninitiative und Selbständigkeit gefordert: Finde dir bitte einen eigenen, realistischeren Tipp.

8. Grabe dir einen Tunnel.

Diesen Tipp habe ich von meinem Mitbewohner geflüstert bekommen. War also nicht meine eigene Idee. Vorteil: Du musst dich nicht oben in der Kälte herumplagen. Nachteil: Du solltest deine Tunnelpläne schon Jahre im Voraus planen. Leider bin ich keine Tunnelbau-Expertin und kann dir leider keine konkrete Anleitung geben. I am sorry, but don’t you worry!

9. Verlasse nie wieder das heiße Vollbad.

Schon als ich diesen Punkt verfasst habe, war ich mir nicht sicher, ob es überhaupt Sinn macht, das heiße Vollbad nicht mehr zu verlassen. Denn selbst das heißeste Vollbad wird irgendwann kalt. Man kann jedoch immer wieder heißes Wasser nachlassen. Ein wirklicher Nachteil ist aber, dass deine Haut irgendwann runzlig wird. Probiere es aber dennoch aus und gib dann Bescheid, wie es gelaufen ist. (oder ob du zerlaufen bist – was für ein Wortspiel; wow).

10. Trinke unaufhörlich Alkohol.

Ich meine diesen Punkt nicht im Alkoholproblem-Sinne. Und es ändert auch nichts an den Außentemperaturen und seinen Effekten auf den Körper, wenn man zu viel Alkohol trinkt. Das Positive ist nur, dass man die Kälte nicht mehr spürt und alles lustiger findet.
Welcher Alkohol dir die meiste Wärme gibt, musst du selbst herausfinden. Tipp am Rande: Wodka macht angeblich keine Fahne.

Tipp am äußeren Rande: Wenn du diese Ratschläge ernst nimmst, kann dir wahrscheinlich niemand mehr helfen. Ich wünsche dir auf jeden Fall  viel Spaß beim Umsetzen, wenn du doch den ein oder anderen für dich anwenden willst oder kannst.

Da der nächste Sommer bestimmt kommt, lies dir doch auch meine Ratschläge für extrem hohe Temperaturen durch.

 

Frostige Grüße,
Eure Nicole