Alkoholismus – Glossar der Psychologie

Alkoholismus – Glossar der Psychologie

20. Mai 2019 0 Von nicoleinez

Ab wann spricht man von Alkoholismus?

Man kann Alkohol als Genussmittel trinken, aber man kann ihn auch als Droge missbrauchen. Wenn der Alkoholkonsum das normale Maß übersteigt und eine Abhängigkeit besteht, spricht man von Alkoholismus. Doch diese Definition geht noch genauer. Laut WHO liegt exzessives Trinken vor, welches so starke Abhängigkeit verursacht, dass die geistige oder körperliche Gesundheit beeinträchtigt wird. Außerdem leiden zwischenmenschliche, soziale und wirtschaftliche Faktoren des eigenen Lebens darunter.

Physische und psychische Abhängigkeit bei Alkoholismus

Bei der psychischen Abhängigkeit ist das Denken des Betroffenen auf den Alkohol fokussiert. Die Beschaffung von Alkohol steht an erster Stelle und kann sogar bis in die Kriminalität gehen. Wo anfangs noch das „positive Gefühl“ der Unbeschwertheit steht, kommt später das Ertränken der Entzugserscheinungen. Einem Alkoholiker ist es nicht möglich, ohne Hochprozentigem zu leben. Der Weg aus der Sucht wird selten allein geschafft.

Die körperliche Abhängigkeit besteht zum Einen aus den Entzugserscheinungen und zum Anderen aus der immer höher werdenden Toleranz gegenüber Alkohol. Wie bei anderen Drogen, reicht die gewohnte Dosis bald nicht mehr, um denselben Effekt zu verspüren. Der Stoffwechsel stellt sich nach einiger Zeit um und der Körper reagiert bei Nicht-Trinken mit Entzugserscheinungen. Diese zeigen sich sowohl psychisch, als auch physisch. Das Hauptproblem bei der Entwicklung einer Alkoholsucht ist es, dass sie meist schleichend verläuft. Die WHO meint, dass Frauen täglich nicht mehr als zwei kleine Gläser Bier, oder ein Glas Wein trinken sollten. Männer nicht mehr als drei kleine Gläser Bier. Sie sagt auch, dass man an mindestens zwei bis drei Tagen pro Woche ganz auf Alkohol verzichten soll.

Wie entsteht Alkoholismus?

Wie bereits erwähnt, verläuft der Weg zum Alkoholismus oft verdeckt und schleichend. Meist beginnt es mit dem Missbrauch von Alkohol als Beruhigungsmittel, oder Stimmungsaufheller. Es gibt jedoch vier Phasen (nach Elvin M. Jellinek)

1. Voralkoholische Phase

Diese beginnt damit, dass der Betroffene zur Erleichterung trinkt, anstatt Probleme zu lösen. Dieses Verhalten von Alkoholismus wird zur Gewohnheit und kann in Missbrauch übergehen.

2. Einleitungsphase

Wer sich in diesem Stadium befindet, macht Alkohol bereits mehr und mehr zum Zentrum seines Lebens. Die Person fühlt sich schuldig und trinkt sehr oft heimlich. Fragen nach Problemen mit Alkohol weicht sie aus.

3. Kritische Phase

In dieser Phase des Alkoholismus besteht bereits immer mehr Konrtrollverlust. Hinzu kommen leere Versprechen nach Abstinenz, welche jedoch auf Dauer gebrochen werden. Hier kommt es auch zu Persönlichkeitsveränderungen und Problemen mit dem Umfeld. Was wiederum beim Alkoholiker zu Rückzug führt. Körperliche Symptome wie Zittern und Schweißausbrüche treten auf.

4. Chronische Phase

In der letzten Phase trinken Betroffene jede Art von Alkohol, nur um betrunken zu sein. Die Sucht hat hier bereits den Körper befallen und beeinträchtigt auch das Sozialleben stark. Es kommt nicht selten zum sozioökonomischen Abstieg.

Ursachen für Alkoholismus

Die Ursachen, warum jemand zum Alkoholiker wird, sind vielfältig:

  • Soziales Umfeld
  • Suchtfaktor
  • Persönlichkeitsfaktoren
  • Stressbewältigung
  • Art der Problembewältigung
  • psychische Faktoren

Hier findest du einen Link zu österreichweiten Beratungsstellen. Hier findest du deutschlandweite Beratungsstellen.

Schaue gerne in mein Glossar der Psychologie.


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