Ein Bekenntnis: 13 Lieblingsbands

Ein Bekenntnis: 13 Lieblingsbands

11. März 2018 Aus Von nicoleinez

Heute gebe ich euch einen kleinen Einblick in mein Leben. Musik ist ein großer und wichtiger Teil daraus. Musik kann inspirieren, sie kann einen in Stimmungen versetzen, in andere Zeiten bringen, in Erinnerungen schwelgen lassen und Emotionen in uns auslösen. Sie kann sogar Menschen zusammen- oder auseinander bringen. Mir hat Musik schon immer sehr viel gegeben und das wird es auch immer tun. Genau aus diesem Grund verrate ich euch meine 13 Lieblingsbands.

1. The Naked and Famous

Meine one and only Favorite-Band, nämlich die allerliebste unter meinen Lieblingsbands, ist die neuseeländische Band „The Naked and Famous“. Mittlerweile wohnen die Guten schon in Los Angeles. Das Besondere an der Band: Sie haben extrem positive Sounds, mit aber sehr tiefgründigen und teils schwermütigen Texten. Mich motiviert ihre Musik auf jeden Fall total. Ich habe 2011 das erste Mal von ihnen gehört und mich verbindet vor allem die Trennung von meiner langjährigen Beziehung und der Start in mein neues Leben damit. Eine sehr tiefe Verbindung, wie ich finde.

2. Editors

Eine weitere meiner Lieblingsbands sind die „Editors“. Sie sind eine britische Band und der Sänger hat eine unverwechselbare Stimme. Ihre Texte sind so, wie ich Texte am Liebsten mag: Nicht eindeutig, etwas verworren, manchmal metaphorisch und sehr tiefgründig. Auf die Band aufmerksam wurde ich durch das Lied „Papillon“, welches mich sofort mit dem Satz: „If there really was a God here, he would raise the hand right now“, berührt hat. Es steht für mich für das Leben und die Tatsache, dass manches einfach nicht fair ist. Der Zweite Song war „An end has a start.“ Der Titel spricht für sich. Ich liebe jeden Song dieser Band. Jeden! Habe ich schon jeden gesagt?

3. White Lies

„White Lies“ sind ebenfalls immer in meiner Playlist und gleich wie die Editors ebenfalls aus Großbritannien und eine meiner Lieblingsbands. Auch der Sound ähnelt sich ein bisschen, wobei mir jener der White Lies mehr zusagt. Egal. Auf jeden Fall hatten sie mich sofort mit ihrem Song „Bigger than us“ – ebenfalls bedingt durch meine Trennung. Die Zeile „I don’t want you to hold me, I want you to pray – this is bigger than us“, hat mich nicht nur einmal zum Weinen gebracht. Es zeigt für mich, dass man manchmal einfach weitergehen muss, auch wenn man noch gerne in einem Lebensabschnitt und all seiner Bequemlichkeit bleiben würde. Der zweite Song, der mich zu ihnen geführt hat war: „To lose my life“. Die Zeilen aus diesem Lied war weniger meine Geschichte, als die Story eines Menschen, der mir Mal sehr nahe stand.

4. William Fitzsimmons

Mit „William Fitzsimmons“, einem amerikanischen Singer-Songwriter wird es schon ein bisschen ruhiger und es geht auf einen anderen Kontinent. Ich verspreche euch eines: Wenn ihr aufgewühlt seid und ihn hört, werdet ihr garantiert ruhiger. Zitat meines Mitbewohners: „Waunst den net glei odrahst, schlof i auf da Stö ei“ (Übersetzung: Wenn du den nicht gleich abdrehst, schlafe ich sofort ein). Ja, er beruhigt wirklich, der gute William. Auch seine Live-Konzerte sind durchaus unterhaltsam.

Nicht so, wie man sich unterhaltsam in der Musikindustrie vorstellen würde, mit Showeffekten und ausverkauften Hallen. Nein, er hat eine ganz eigene Art von Humor: Er ist sehr selbstironisch. Er verarscht sich selbst für seine „depressive“ Musik und kündigt jedes Lied mit einer wunderbaren Selbstironie an. Meine Lieblingslieder von ihm sind „Lions“ und „After afterall“. Ich denke, das ist eines der traurigsten Lieder, die ich kenne. Es beschreibt sehr schön, dass man Liebe nicht steuern kann. Das sie bleibt, egal was passiert ist. Man kann nur lernen, diese Tatsache zu akzeptieren und weiterziehen.

5. Tycho

Eigentlich höre ich selten Musik während des Schreibens. Nur, wenn ich eine bestimmte Stimmung kommen will. Dann aber meist Songs ohne Text. Eine gute Band zum Schreiben und in einen Flow zu kommen, ist „Tycho“. Die Band stammt aus Amerika und ich würde ihre Musik als „sphärische Klänge ohne Text“ bezeichnen. Ich kann nicht sagen, ob mir alle Lieder gefallen, ich höre immer die kompletten Alben durch, bis ich wieder aus dem Flow bin und realisiere, dass ich keine Musik mehr hören will. Die Band habe ich 2014 in Graz (aber natürlich online auf YouTube) entdeckt, als ich gerade auf der Suche nach inspirierender Schreibmusik war, die mich eben in einen Flow-Zustand kommen lässt, wenn es gerade nicht einfach von selbst funktioniert. Außerdem hat sie mir damals auch eine damalige Theaterkollegin von mir empfohlen.

6. Cigarettes after sex

Eine nächste meiner Lieblingsbands ist die amerikanische Band „Cigarettes after sex“. Die Stimme der Sängerin und die Stimmung in den Songs lässt den Namen eigentlich Programm für die Ohren werden. Bei Frauen achte ich eigentlich nie auf die Stimme und ihren „Sex“ darin, sprich ihren erotischen Gehalt. Doch wenn man das 1. Mal einen Song der Band hört, muss man automatisch an Zigaretten nach dem Sex denken. Oder so. Auf jeden Fall hat mich die Musik sofort in ihren Bann gezogen und tut es immer noch. Auch wenn ich nicht alle Lieder kenne und mag, ist sie immer wieder auf meiner Playlist. Ich hoffe sehr, dass sie ihre rauchige Stimme nie verlieren wird.

7. Frank Turner

Auch dieser gute Herr kommt aus England (lustig, dass mir bis zu diesem Blogbeitrag nie so richtig bewusst war, dass ich sehr viele britische Bands zu meinen Lieblingen zähle. Sagt das was über mich aus? Und wenn ja, was? Ach ja, ich bin ja die Fast-Psychologin, ich müsste das ja wissen. Die Konzerte des Sängers sind auf jeden Fall sehr empfehlenswert und seine Songs machen ziemlich gute Laune. Mein absoluter Lieblingssong von ihm ist „The way I tend to be“. Darin geht es um die Sehnsucht nach dem Menschen, der einen vom bisherigen Sein und Tun abgebracht hat. In einem positiven Sinn. In meinen Worten: Jemand der einen berührt hat (nicht bloß oder gar nicht körperlich). Sehnt sich nicht jeder nach so einer Person? Wenn nicht: Es gibt auch noch genug andere Songs zu anderen Themen. Wie z.B. „Recovery“ oder „Plain sailing weather“. Unbedingt reinhören – super gut, der Gute.

8. Bloc Party/Kele

Was für ein Wunder – wir bleiben in Großbritannien. Nämlich mit Kele Okereke. Er ist mit „Kele“ sowohl als Solokünstler, als auch mit Bloc Party als Band aktiv. Und beides so, dass ich es einfach nur extrem gut finde. In dem Song „Everything you wanted“ habe ich mich z.B. sehr wiedergefunden. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es darum, dass man manchmal für einen Menschen einfach nicht gut genug sein kann, auch wenn man versucht hat, ihm „alles zu geben“.

Mit Bloc Party gibt es ebenfalls einige Lyrics, die mich sehr ansprechen. Over and over again. Beispielsweise „Modern love“. Damit wird sehr gut beschrieben, wie Liebe heutzutage abläuft. Nämlich schnelllebig, unverbindlich und oberflächlich: „Do you wanna come over and kill some time…?“ Oder die Songs „Flux“, „Two more years“ oder „I still remember“. Die Stimmung in diesem Song gefällt mir besonders gut. Sie erzählt von der Vergangenheit mit einem Menschen, mit dem man das Leben einfach nur in vollen Zügen genossen hat und nicht an morgen oder die tägliche Routine gedacht hat.

9. Wanda

Finally kommen wir nach Österreich. Wie aus dem Erdboden, kam eine weitere meiner Lieblingsbands: Wanda. Auch wenn ich die Texte und ihren Sinn bis heute nicht erfassen kann, mag ich vor allem die Stimmung und die gute Laune, die die Songs verbreiten. Auch beim Live-Konzert wird die gute Laune verbreitet und man bekommt viel von dem Lifestyle oder der Lebenseinstellung der Band mit. Außerdem finde ich den Fakt witzig, dass die Bandmitglieder angeblich bei jedem Interview random irgendwelche Geschichten erzählen, um somit ihre Privatsphäre zu schützen oder einfach Berufliches von Privatem zu trennen. Weiterer netter Effekt: Angeblich haben die Songs der Band Paare wieder zusammengebracht, die seit Jahren keinen Kontakt mehr hatten. Mir ist es zwar noch nicht passiert, aber 1. habe ich daran kein Interesse und 2. finde ich es dennoch romantisch.

10. TheRickymh

Den jungen Mann (ich glaube er kommt aus Italien) habe ich auf Facebook per Zufall entdeckt. Seine Pianomusik (ohne Lyrics) haben mich sofort in den Bann gezogen und mich in andere Welten und Stimmungen versetzt. Sie verleiten wirklich zum träumen und sind vor allem für Chillout-Sessions zuhause geeignet. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Ich würde hier alle Lieder als empfehlenswert betiteln.

11. Fink

Weiter geht es mit dem englischen (what else?) Singer-Songwriter Fink. Die elektronischen, eher melancholischen Klänge, gepaart mit eindringlichen Texten haben mich eigentlich von Anfang an inspiriert und gefesselt. „Perfect darkness“ und „looking to closely“ sind Lieder, die ich immer und immer wieder hören kann. Mit „looking to closely“ verbindet mich die Tatsache, dass man im Leben besser nach vor, als zurück schaut. Denn wenn man sieht, dass eine verflossene Liebe neues Glück gefunden hat und man selbst damit noch nicht abgeschlossen hat, kann das mitunter sehr schmerzen. Jep! That’s the truth!

12. Black City Lights

Eine neuseeländische Band, die ich das 1. Mal live als Vorband von „The naked and famous“ gesehen habe, sind die Black City Lights. Ich zähle sie seit damals ebenfalls zu meinen Lieblingsbands. Hier gefallen mir ebenfalls alle Songs. „The offering“ hat es mir besonders angetan. Es beschreibt, wie man sich dem Alltag unterwirft, um Geld zu verdienen und sein Leben aufrecht erhalten zu können. Und wie sehr man sich dabei manchmal quält und keinen Lustgewinn daraus zieht. Fernab vom Leben seiner Träume. Traurig? Ja! Aber vor allem elektronisch und kaum merkbar, welche Schwere dieses Lied eigentlich in sich trägt.

13. Zeronic/Mik

Last but not least (omg ich hasse diese Floskel eigentlich), die ehemalige Band bzw. der Solokünstler Mik aus Wien. Von Zeronic gefällt mir am besten der Song „Electra“ (ich hoffe er heißt wirklich so). In dem Lied heißt es nämlich: „…Electra, I need your lies“. Für mich sehr berührend, da ich über einen langen Zeitraum die Erfahrung gemacht habe, immer und immer wieder auf denselben Menschen mit denselben Ausreden hereinzufallen. Quasi eine eigenartige Bedürftigkeit, nach Angelogen werden. Absolut empfehlenswert, wenn auch Zeronic nicht mehr wirklich aktiv ist. Mik dafür umso mehr.

Musik ist für mich lebenswichtig: Sie kann so viel bewirken. Im Innen als auch im Außen. Was sind deine Lieblingsbands?

Lieblingsbands

In diesem Sinne: So let there be music in our hearts.

Singende Grüße,
Eure Nicole