Satire: Warum brauchen Frauen so lange am Klo?

Satire: Warum brauchen Frauen so lange am Klo?

3. Mai 2019 0 Von nicoleinez

Du bist auf einer öffentlichen Veranstaltung und hast drei Getränke getrunken. Gefüllt mit Flüssigkeit, wird dein Verstand nur noch von einem Wunsch geleitet: Du brauchst eine Toilette und zwar dringend. Kommt dir diese Situation bekannt vor? Wenn du jetzt „nein“ sagst, bist du wahrscheinlich eine Person, der dieser Text gewidmet ist. Geleitet von deinem dringenden Bedürfnis, drängst du dich an Menschenmassen vorbei. Nach gefühlten drei Stunden Suche, hast du es endlich gefunden: Das WC. Während das Männerklo leer ist, steht vor dem Damenklo eine Schlange, die bis Beirut reicht. Da ich anonymes Opfer von Frauen, die Klositzungen abhalten, bin, habe ich mir geschworen, eines Tages einen Blog darüber zu schreiben. Heute widme ich mich der sehr tiefgründigen Frage: Warum brauchen Frauen so lange am Klo?

Die Inspiration von Frauen und WC

Dieser Beitrag soll so vieles zeigen. Zum einen, dass die Inspiration für Texte überall liegen kann. Zum anderen, dass das weibliche Geschlecht erfahrungsgemäß nicht sehr ökonomisch in der Toilettennutzung ist. Und noch vieles mehr. Diese Beobachtung resultiert aus einer Langzeitstudie. Außerdem bekomme ich regelmäßig Komplimente dafür, dass ich so schnell sei. Ich verteile dann immer meine Visitenkarten, nicke höflich und sage, dass ich Schulungen gebe, wie man einen Toilettengang rascher erledigen kann. Da das natürlich ein Scherz war, muss ich mich damit begnügen, dass ich nur wilde Theorien aufstelle, warum Frauen so lange am Klo brauchen.

Gründe, warum Frauen so lange am WC brauchen

Sie planen die Eroberung Wiens

Ich hab zwar nicht sonderlich viel Erfahrung mit der Eroberung von Städten und doch glaube ich, dass dies viel Zeit in Anspruch nimmt. Es erfordert auf jeden Fall eine sorgfältige Planung, jede Menge strategisches Geschick und man muss den idealen Zeitpunkt eruieren. Außerdem ist es wichtig, einen ausführlichen Masterplan zu verfassen, damit auch jeder merkt, dass man die Stadt erobern möchte.

Sie planen das perfekte Verbrechen

Ein perfektes Verbrechen zu planen, ist sicherlich noch mehr Aufwand, als die Einnahme einer Stadt. Denn wie der Name schon sagt, es soll ja schließlich perfekt werden. Wir gehen nun von einem Banküberfall aus. Folgende Fragen müssen auf jeden Fall beantwortet werden:

  • Wann ist der beste Zeitpunkt dafür?
  • Wer zieht welche Maske an?
  • Wer fährt den Fluchtwagen?
  • Geht man danach essen, oder doch lieber was trinken?
  • Verstelle ich meine Stimme?
  • Male ich mir einen Bart auf?

Sie schreiben eine Bewerbung am WC

Wie man merkt, wurde dieser Text ja ebenfalls von Toiletten inspiriert. Deshalb kann ich gut nachvollziehen, wenn viele Frauen ihre Bewerbungen am Klo schreiben. Dort finden sie wahrscheinlich am ehesten die passenden Worte. Außerdem haben sie zusätzlich eine bequeme Sitzmöglichkeit und eine Tür, die man von innen zusperren kann. Was spricht also dagegen, seine Bewerbungsmappe aufzufrischen?

Sie erzählen sich ihre Lebensgeschichte der letzten 3 Leben

Viele Frauen, die ich kenne, glauben an Reinkarnation. Wenn ich eins und eins zusammenzähle: nämlich die, Zeit, die sie am Klo verbringen, kann es sich nicht bloß um die Geschichte eines Lebens handeln. Da manche Damen ja auch zu Zweit auf ein Klo gehen, ergibt sich also folgende Formel: 2×3. Das bedeutet, es werden insgesamt 6 Geschichten von zwei Personen erzählt. Wenn man sich jetzt ausmalt, wie viel allein schon in einem Leben passiert, kann man nur verstehen, warum das oft so lange dauert.

Sie probieren die 10 Outfits, die sie zusätzlich mithaben

Von mir ist dieser Punkt natürlich nicht ernst gemeint, jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass an dieser Theorie was Wahres dran ist. Nicht selten hört man aus verschlossenen Türen. „Oder meinst, soll ich doch das Shirt anziehen?“ Die Frage ist nur, wo verstauen sie all diese Kleidungsstücke? Denn meistens hat solche eine Art von Mädchen eher ein kleines Täschchen mit.

Sie sind zu schüchtern, um das WC wieder zu verlassen

Es ist mehr als verständlich, dass man sich die Kabine nicht mehr verlassen traut, wenn man sich schon seit 10 Minuten darin verschanzt hat. Denn man hat dann gewiss nichts darin gemacht, was die Person danach freut. Dennoch ist dies kein Grund, sich zu schämen und für immer zu bleiben. Das Leben geht weiter und man sollte es ihm gleichtun. Mehr Mut zur Veränderung, Guuuurl!

Sie verwechseln die Toilette mit ihrer Couch

Zwar habe ich noch nie einen gepolsterten Toilettensitz gesehen, aber man weiß nie. Wahrnehmung der Realität ist eine sehr subjektive Sache, wie wir alle wissen. Vielleicht ist für manche Damen eine Toilette eine Couch und ihr Smartphone wie ein Flatscreen. Was spricht da also dagegen, sich nicht zu beeilen?

Sie bekommen 5 Euro für jede Minute am Klo

In meiner Karriere als Mensch habe ich oft bemerkt: Es gibt echt nichts, das es nicht gibt. Auch bei Jobs: Da habe ich oftmals Stellenausschreibungen gelesen, wo ich nicht einmal wusste, dass dies ein Job sein könnte. Vielleicht gibt es also auch die Position der Toilettenwache? Abgesehen davon, dass es grauslich ist, ist es schon auch irgendwie leicht verdientes Geld.

Sie planen ihre Hochzeit am WC

Gleich wie ein Überfall, oder die Vereinnahmung einer Stadt, ist auch eine Hochzeit eine ernste Angelegenheit. Und diese gehört natürlich bis ins kleinste Detail geplant.

  • Welches Kleid will ich tragen?
  • Wie viele Kilos muss ich noch abnehmen?
  • Wie oft muss ich noch ins Solarium gehen?
  • Wen lade ich ein?

Sie wissen es einfach nicht besser

Die traurigste, einfachste, aber wahrscheinlich auch zutreffendste Theorie ist, dass sie es einfach nicht besser wissen. Es fällt ihnen nicht auf, dass sie eine gefühlte Ewigkeit brauchen. Auch nicht, dass wegen ihnen die Schlange von Beirut wieder zurück nach Wien und abermals nach Beirut geht. Sie haben andere Sorgen, um sich um andere Menschen zu sorgen.

Welche auch immer die wahre Theorie sein mag, es nervt total. Außerdem ergibt es für mich wirklich keinen Sinn, dass man eine Ewigkeit an einem Ort verbringt, der eigentlich nur eklig ist. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich Toiletten so schnell wie möglich wieder verlassen möchte. Und natürlich, dass ich auch an meine Mitmenschen denke.  Wie auch immer, ich hoffe, dass nach diesem Text jeder immer an mich denkt, wenn er zu lange am Klo braucht.

Fließende Grüße,
Eure Nicole

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