Alzheimer – Glossar der Psychologie

Alzheimer – Glossar der Psychologie

29. Mai 2019 0 Von nicoleinez

Was ist Alzheimer?

Bei der Erkrankung Alzheimer handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt wurde. Da Betroffene selten jünger als 65 Jahre alt sind, ist der größte Risikofaktor das Alter. Typisch ist das langsam voranschreitende Sterben von Nervenzellen und deren Verbindungen im Gehirn. Außerdem zeigen sich im Gehirn von Patienten Eiweißablagerungen (auch Plaques genannt).

Wie drückt sich Alzheimer aus?

Zum Ausdruck kommt die Krankheit, indem Betroffene an Gedächtnis- und Orientierungsstörungen leiden. Hinzu kommen Sprachstörungen, Störungen des Denkens und Urteilen, sowie Persönlichkeitsveränderungen. Es gibt einen schleichenden Verlauf, der verschieden stark sein kann. Mit Fortschreiten der Erkrankung fällt es den Erkrankten immer schwerer, ihren Alltag zu bestreiten. Aus diesem Grund sind sie im Verlauf immer mehr auf Unterstützung von außen angewiesen.

Leichte Demenz

Wenn Alzheimer beginnt, ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis von Beeinträchtigung betroffen. Gesagtes wird nicht mehr abgespeichert, Gegenstände verlegt und nicht mehr gefunden. Hinzu kommt, dass planen und organisieren  nicht mehr leicht möglich ist. Betroffene haben in diesem Stadium außerdem Schwierigkeiten, Worte zu finden und sich in der Umgebung zu orientieren. Den Patienten ist oft bewusst, dass sie Dinge vergessen.

Umso schwieriger ist es für sie, wenn andere etwas behaupten, an dass sie sich nicht erinnern können. Es ist ihnen unangenehm und je nach Persönlichkeit reagieren sie abwehrend, aggressiv oder depressiv. Nicht komplexe Alltagsaufgaben können nach wie vor selbstständig erledigt werden. Für komplexere Dinge, wie Geldangelegenheiten brauchen sie jedoch Hilfe.

Mittelschwere Demenz

Eine selbstständige Lebensführung gestaltet sich immer schwieriger. Denn Gedächtnis, Denkvermögen und Orientierung sind immer mehr eingeschränkt. Deshalb brauchen Patienten immer mehr Hilfe von außen. Auch bei Dingen wie Zubereiten von Mahlzeiten und der Körperpflege. In diesem Stadium wissen die Betroffenen immer weniger aus ihrer lang zurückliegenden Vergangenheit. Außerdem nehmen sie das eigene Kranksein nicht mehr richtig wahr. Betroffene wissen nicht mehr, wie alt sie sind. Deshalb kann es vorkommen, dass sie nach längst verstorbenen Elternteilen suchen, oder zur Arbeit gehen wollen.

Schwere Demenz

In diesem Stadium ist es oft nicht mehr möglich, zu sprechen. Die Erkrankten sind nun in jedem Lebensbereich auf Hilfe angewiesen. Meist haben sie auch keine Kontrolle mehr über Blase und Darm. Bettlägerigkeit ist keine Seltenheit. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung steigt auch die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Dies führt dann auch häufig zum Tod.

Welche Ursachen hat Alzheimer?

Bei Alzheimer kommt es zum Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Es sind vor allem Nervenzellen in der Hirnrinde,  aber auch in tieferliegenden Hirnbereichen involviert. Die Weiterleitung des Botenstoffs Acetylcholin ist gestört, da eben genau diese absterben. Acetylcholin ist für Erinnerung, Denken und Lernen, sowie für Orientierung zuständig. Zusätzlich lagert sich außerhalb dieser Nervenzellen Eiweiß ab.

Was passiert bei Alzheimer im Gehirn?

Bei Alzheimer kommt es zum Absterben jener Nervenzellen, die Acetylcholin herstellen. Das ist eine Ursache für all die Störungen, die eine Alzheimer-Demenz hervorruft. Die andere Ursache ist, dass nicht nur die Nervenzellen absterben, sondern dass sich außerhalb dieser Nervenzellen noch Eiweiß ablagert, das „Amyloid“ oder „Plaques“ genannt wird.

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